Okt 182017
 

mit Stefan Domke und David Ohrndorf, WDR

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Workshop-Raum
Bild: Fhum. Justice Khumela

Es gibt einen Ort in Köln, der sowohl alteingesessene Kölner als auch Touristen immer wieder fasziniert und anzieht: Der Kölner Dom, das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Das jahrhundertealte Bauwerk kann nun auch in der Virtual Reality erlebt werden, dank des Projektes „Dom 360°“ von Stefan Domke und David Ohrndorf. Die beiden sind seit vier Jahren gemeinsam im VR-Bereich aktiv und stellen auf dem Social Community Day das Domprojekt vor. Die Workshop-Leiter grenzen zunächst die Begriffe Virtual Reality und 360°-Video ab. Virtual Reality geht über die Videos hinaus, da dies voraussetzt, dass man sich in einer virtuellen Umgebung bewegt.

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Workshop-Teilnehmer
Bild: Solomon Eko

Das Domprojekt, das den Grimme Online Award 2017 in der Kategorie „Kultur und Unterhaltung“ gewonnen hat, vereint beide Ansätze. Im Anschluss werden verschiedene Brillenmodelle und Kameras, die aktuell auf dem Markt sind, vorgestellt. Rege diskutiert wird auch über Technologien und die besten Aufnahmemethoden. Stefan Domke zufolge fallen während einer 360°-Aufnahme auch durchaus einmal härtere Worte: „Verpisst euch jetzt in den toten Winkel!“. Auf der Webseite dom360.wdr.de sowie per App sind die 360°-Videos zugänglich. Zudem gibt es jeweils eine App für VR-Brillen aus der Mittelklasse sowie für hochpreisige VR-Brillen wie die Oculus Rift. Für jede Hardware wurde die entsprechend beste Technologie ausgewählt.

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Workshop-Teilnehmer
Bild: Solomon Eko

Die beliebteste der sechs Ideen, die Dom 360° umsetzen konnte, ist eine Zeitreise. Der Nutzer steht auf dem Roncalliplatz, kann zwischen Römerzeit, Mittelalter und Nachkriegszeit springen und den Dom in verschiedenen Zeitaltern bestaunen. Geplant ist aktuell außerdem der Blick in ein Bergwerk. Wie auch beim Domprojekt liegt das Ziel ihrer Arbeit für Domke und Ohrndorf darin, Nutzer an Orte zu führen, die ihnen normalerweise nicht zugänglich sind. Das Highlight des Workshops für die Teilnehmer war natürlich das Ausprobieren der VR-Brillen am Ende der Veranstaltung. Sie schauten dem Organisten des Kölner Doms über die Schulter – dank ausgefeilter Darstellungsweise aber ganz ohne Motion Sickness. Die Seekrankheit der Virtual Reality kann beim Nutzer ansonsten durchaus für Unwohlsein sorgen. 

Autorin:  Carolin Siebert
Der Social Community Day wird von einer Live-Redaktion dokumentiert. Auch in diesem Jahr besteht diese aus Studenten des Masterstudiengangs „International Media Studies“ der DW-Akademie.

 Posted by at 15:22

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